Gedichte

Elternland

Mutters Herz

und Vaters Hand

Warum nicht Vaters Herz

und Muttern´s Hände

ich glaub ich renne gegen Wände

 

Elternland

Land in dem ich aufgewachsen bin

Verehrung lehrend, Respekt fordernd,

nur kein eigener Sinn

Ich werde aufstehen und mich wehren

nicht euch sondern Mir

soll meine Liebe gehören

 

Elternland

Land der älteren und Alten

Land der großen Phobie

ich warte darauf

das eure Leiber erkalten

das eure Fesseln verrosten

doch diese Zeit kommt nie

 

Elternland

Einsamkeitsland

Kein Schweigen bricht die Mauern

Unruhe bringt Raum

Hört auf

euch so zu bedauern

Ich bin nicht euer Traum

 

 

 

 

Berlin, 1988 by URFR Palm

Wer hat sich denn schon selbst geliebt,

so ganz ohne wenn und aber

Warst du nicht auch stets betrübt

über dein Kopfgelaber

 

Die reine Liebe deines Ich´s,

die hast du nie gefühlt

Du hast im Herzen stets nen Stich

und Dein Verstand ist gut gekühlt

 

Bist du noch nicht auf dieser Welt,

bist im Dunkeln noch verborgen

So bist du selbst dein größter Held

und freust Dich auf dein Morgen

 

Was Du im Dunkeln fühlst,

ganz ohne Hehl und Pflicht

Das ist das reinste der Gefühle,

 

der Eigenliebe Licht

Alle Jahre wieder

Meist auch ohne Schnee,

dafür stets dieselben Lieder

und Zeit für Besinnlichkeit und Tee

 

 

Der Grund – ein Kind geboren im Stroh

Erlöser, Heiland, Gottes Sohn

viel bunter Tand – zu Hause und im Büro

Geschenke kosten oft den letzten Lohn

 

 

Käm Jesus mal zu Weihnachten vorbei

und nicht erst zum nächsten Osterfest

so wäre  ihm das ganze Allerlei

verhaßt wie Cholera und Pest

Gewispertes um Mitternacht,

schon manche gute Tat vollbracht.

Die Zeit steht still –

wenn ich es will !

Jetzt noch einen Zauberspruch,

der steht jedoch in keinem Buch

Denke was ist

damit du bist

Denke was war

und bleib dabei klar

Um die Zukunft zu erlangen

mußt du weiße Fliegen fangen,

mußt sie töten und auch schlucken,

aber darfst dabei nicht spucken

Nein im Ernst, ich kann dir nichts gewähren

um Werdendes zu klären,

die Zukunft kannst du spüren und auch ahnen,

nur eines nicht – sie planen